| MEJA MWANGI'S "Das Busch-baby" |



| (c) Copyright 2007 by HM Inc. mejamwangi |
| ISBN 978-3-7795-0153-4 |
| Das Buschbaby Peter Hammer Verlag 2007 |
| Das Busch-baby |

| Die Termitenforscherin Kimberly, eine kühle, karrierebe- wusste Amerikanerin und ihr Ehemann Rüben fahren mit ihrem gerade entbundenen Säugling durch die tansanische Nacht nach Hause. Urplötzlich stehen sie vor einem Schlagbaum. Der gehört zu einer Grenzstation, die abstruser Weise mitten im Land steht. Hier entdeckt Kimberly im ersten Licht des Tages schockiert, dass das Baby, das die Krankenschwester für sie in Tücher gewickelt hat, schwarz ist! Als Forodha, der überaus eifrige Grenzposten, das Baby entdeckt, steht für ihn fest, dass er es mit Menschenschmuggel zu tun hat. Forodha — den die Regierung nie darüber informiert hat, dass die Grenzen seit Jahren anderswo verlaufen - ist froh, dass er wieder eine Aufgabe hat und setzt die Familie auf unbestimmte Zeit fest. Der Autor weiß die Wartezeit zu nutzen: Im Haus des Grenzposten entwickelt sich ein so interessantes wie witziges Kammerspiel, das die Klischees von Schwarzen und Weißen, Männern und Frauen gehörig durcheinanderwirbelt! |
| Sagen Sie »mir,Bwana Ruben«, begann Bwana Forodha und hoffte, dass sich genug Wahrheit zusammenkratzen ließ, um diesen Fall abzuschließen, »wessen Baby ist das eigentlich? In'Wahrheit?« »In Wahrheit?« fragte Ruben gleichmütig nach. »Zum hundertsten, zum millionsten Male? Das ist das Baby meiner Frau.« Kimberly blickte zornig auf, und Bwana Forodha fragte ihn: »Das Baby ihrer Frau?« »Und meins natürlich.« »Und Ihres?« Hatte er da womöglich eine Spur Unsicherheit in Rubens Stimme bemerkt? »Es ist unser gemeinsames Kind«, gab Rüben zu Protokoll. »Ihr gemeinsames Kind also?« »Es ist unser Kind, klar? Unser Kind.« Bwana Forodha sah vom einen zur anderen und versuchte verzweifelt, die beiden zu verstehen. Wie konnten sie darauf hoffen, ihn hinters Licht zu führen, wenn sie nicht mal eine überzeugende Geschichte parat hatten? Er schob seinen Offiziersstock zurück unter die Achsel und langte in seinem Hemd nach ihren Reisepässen. »Hier ist kein Baby eingetragen«, verkündete er triumphierend und schwenkte die Pässe. »Das liegt daran, dass es erst vergangene Nacht auf die Welt gekommen ist«, erklärte Rüben. »Vergangene Nacht?« »Ja, vergangene Nacht.« Er hob sein Klemmbrett auf und begann zu schreiben. »Geboren: vergangene Nacht.« Er schrieb das auf und schaute dann auf, um zu fragen: »Von Ihrer Frau?« »Von meiner Frau.« »Von dieser Frau?« »Ich hab nur eine Frau.« Bwana Forodha nickte und schrieb auch das nieder. »Wissen Sie, eine Frau ist für einen armen Mann völlig ausreichend«, erklärte er. »Ich bin nicht arm«, protestierte Ruben. »Dann sind sie also reich?« »Reich bin ich auch nicht.« »Nicht reich, auch nicht arm ...«, schrieb Bwana Forodha auf. »Spielt das denn eine Rolle?« fragte Rüben ärgerlich. Bwana Forodha dachte nach und schüttelte dann den Kopf. Nein, es spielte eigentlich überhaupt keine Rolle, gab er zu. »Reich oder arm, groß oder klein, gut oder böse, jeder muss Zoll bezahlen.« |
| Leseprobe |
| ISBN 978-3-7795-0153-4 |
| Das Buschbaby Peter Hammer Verlag 2007 |
| Afrikanische Komödie vom populärsten Autor Kenias Meja Mwangi • Das Buschbaby, Roman Aus dem Englischen von Thomas Brückner ca. 260 S., geb. ca.€ 19,90 (D), 20,50 (A)*, sFr 33,80 ISBN 978-3-7795-0153-4 Unverbindliche Preisempfehlung Meja Mwangis Roman um zwei vertauschte Neugeborene liest sich wie das Drehbuch zu einer intelligenten afrikanischen Komödie. Fragen Sie Ihren Vertreter nach einem persönlichen Leseexemplar! |
| EUR. 19.90 |
| CHF. 35.90 |