MEJA MWANGI "Die Wilderer"
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»Ein Junge aus Kenia: Kariuki. Ein Junge aus England:
Nigel. Zwei Welten treffen aufeinander. Die eine ist
schwarz wie die Nacht im Dschungel, die andere weiß wie
das Hemd unterm Tweedanzug. Stoff für eine
Schwarz-Weiß-Ge-schichte voll praller Exotik, wäre da
nicht der Alltag. Und der ist eben nicht schwarz oder
weiß...
Kariuki, der Erzähler, hat seine liebe Not mit Nigel. Der will
einfach nicht verstehen, dass alle Gesetze sein Großvater
schreibt, dass der Fluss, das Wasser, die Fische, eben
alles, dem Großvater gehören. Die heimlichen Treffen der
beiden geraten zu zärtlichen, gelegentlich komischen, ja
manchmal grotesken Annäherungen zweier Welten. Nigel
berichtet Kariuki >von einem afrikanischen weißen Mann
namens Tarzan, der mit den Affen auf den Bäumen lebte
und der König des Dschungels sek Kariuki dagegen kennt
nur einen König des Dschungels: Old Moses, das
Warzenschwein ...
>Kariuki und sein weißer Freund< ist ein Buch, das man
jedem ans Herz legen möchte.«
(Brigitte Jakobeit in: Die Zeit)
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis
Der Aufstand in der Stadt ist längst niedergeschlagen. Doch
General Harakas »Armee« gibt nicht auf. Sie führt einen
abenteuerlichen Befreiungskampf gegen die weiße
Kolonialmacht.
Der tropische Regenwald am Mount Kenia bietet den
Männern um General Haraka Zuflucht. Aber sie brauchen
Proviant, Waffen. Sie sind auf die Unterstützung des Volkes
angewiesen.
Schlau geht der General vor, mutig, verbündet mit der
heimischen Natur... Der Feind, der Captain der
Kolonialmacht, ausgerüstet mit Funkgeräten, Jeeps und
Hubschraubern, tappt im Dunkeln... Doch warum begibt sich
Haraka noch einmal in die Gefahrenzone?
»Wie ein Aas für Hunde« -spannend wie ein Krimi.
Ausgezeichnet mit dem wichtigsten literarischen Preis
Kenias, dem Kenyatta Award.
Ben schlägt sich auf der Baustelle als Hilfsarbeiter
durch und kümmert sich um Winis Sohn Baby. Wini
verdient ihr Geld als Schreibkraft - und zwischendurch
auch in den Bars. Sie lieben sich heiß, aber wer in der
River Road keinen kühlen Kopf behält, geht unter.
Vielleicht, denkt sich Wini, ist es doch besser, mit dem
weißen Chef durchzubrennen?
Dieser Roman ist turbulent und hart wie die glitzernde
Metropole, wo Wolkenkratzer und Wellblechhütten
dicht beieinanderliegen, wo das Ideine Glück im
Überlebenskampf nicht länger anhält als ein Glas Bier.
»Dieser Roman ist reich an Farbe, Realismus und Witz.
Kaum einer der Stadt-Romane der neuen Literatur
Afrikas reicht an ihn heran.«
Frankfurter Rundschau
Die deutsche Erstausgabe erschien im Peter Hammer
Verlag, Wuppertal.
Unionsverlag Taschenbuch
erschienen im Unions Verlag
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»Schweigend saßen sie da und sahen zu, wie der Tag
anbrach, gefangen von jenem magischen Augenblick
der Savanne, wenn die Finsternis zu Licht zerschmilzt.
Dies war Wildererland, ungezähmt und einsam.
Sobald die Wilderer ein Fahrzeug oder einen
Helikopter sahen, konnten sie wie Chamäleons mit
der Savanne verschmelzen, völlig eins werden mit der
Natur. Aus der Luft waren sie nicht zu entdecken. Der
einzige Weg, sie zu fassen, war der
Überraschungsangriff.«
Ist der Griff der Mafia auf Kenia noch zu stoppen? Die
beiden Ranger Kimathi und Burkell nehmen den
Kampf mit den Wilderern auf und erkennen, dass
deren Hintermänner nicht nur hinter Elfenbein her
sind.
Meja Mwangi, einer der markantesten Schriftsteller
Afrikas, zeigt einmal mehr, was für ein mitreißender
Erzähler er ist.
REZENSIONEN
Die Wilderer Unionsverlag 2001
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Wie ein Ass fur Hunde Lamuv Verlag 1987
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(c) Copyright 2007 by HM Inc. + Meja Mwangi
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Ein liebevoller fröhlicher Roman
Als Grace ihr zehntes Kind auf die Welt bringt, fällt im kleinen
ostafrikanischen Krankenhaus die Elektrizitätsversorgung aus.
Oberschwester Nacht gelingt es trotzdem, die Geburt glücklich zu
beenden, und Grace ist äusserst zufrieden, da das Baby ein Junge
ist. Der erste Junge, den ihr grantiger Mann Toma dringend
benötigt, weil er Chief seines Clans werden will. Und dies ist erst
nach der Zeugung eines männlichen Nachkommens möglich.
Allerdings hat das Neugeborene einen optischen Haken: Es ist
weiss und hat grüne Augen. Dies ist ein Affront, wenn auch nicht
klar, aus welcher Richtung: Ist Hexerei im Spiel, oder war Grace
gar untreu? Und was wäre schlimmer?
Meja Mwangi schuf mit "Happy Valley" einen liebevollen,
fröhlichen Roman, voller trockenen Humors. Er verpackt die
alltägliche afrikanische Tragik gekonnt in Nebensätze; erst einige
Sekunden später erreicht den Lesenden das Entsetzen, wenn er
realisiert, was er da vernommen hat: Der einzige Arzt des
Krankenhauses hat sich vor Jahren davongeschlichen und dabei
die Solaranlage mitgehen lassen. Und das einzige Telefon des
Krankenhauses ist nicht verbunden - die Leitungen hören nach
der Gebärstation einfach auf und hängen ins grosse Nichts.
Trotzdem telefonieren Oberschwester Tag und Oberschwester
Nacht mit nicht vorhandenen Ärzten in Nairobi, wenn ein Patient
grosse Schmerzen erleidet und sie nicht mehr weiterwissen.
Offenbar ist der Placebo-Effekt in Afrika noch wirkungsvoller als im
konsumüberladenen Europa.
Den Druck des Klans, den Mann-Frau-Konflikt, die Schwierigkeit
der Geschlechter, sich im heutigen afrikanischen Alltag zu
positionieren, beschreibt Meja Mwangi unterhaltend, mit
Feingefühl, leichter Ironie doch einem spürbaren Respekt vor den
Traditionen seiner Heimat. Seine Hauptfiguren sind die wohl
echten Heldinnen des afrikanischen Alltags: Die Frauen, die selbst
heute noch Unglaubliches leisten müssen; dies auch tun - und
zwar lächelnd.
Bea Berczelly